Über China
Einkaufstipps und Souvenirs: (Einkaufsmöglichkeiten)
| Jade | Perlen | Chinesisches Cloisonné | Lackwaren | Die Sancai-Keramik |
| Batik | Seide | Porzellan | Scherenschnitte | Bronzen |
Die kleinen Hotelläden beschränken sich meist auf ein Kioskangebot ( Filme, Zigaretten, Getränke, Postkarten, etc.)
In Geschäften und Kaufhäusern sind die Preise festgelegt, man kann dort nicht handeln. In Großstädten wie Beijing oder Shanghai sind die Geschäfte Mo-So 09.00-20.00 Uhr, manche auch bis 21.00 Uhr geöffnet.
Die besten Mitbringsel findet man in den regionalen Fabriken, Geschäften, die sich auf Kunsthandwerk spezialisiert haben.Sie bieten eine bunte Mischung aus Seide, Jade, Porzellan, chinesischen Bildrollen, und kunsthandwerklichen Gegenständen aus Lack, Stein und Holz. Außerdem sind Drachen, Steinstempel und traditionelle Medikamente oft die wertvolleren Erinnerungen. Schliesslich ist die über 2000 Jahre alte chinesische Medizin, die mit der Yin–Yang-Theorie Kranke oft ohne Operation heilen kann, heutzutage selbst in Europa ein heißes Thema geworden.
Die freien Straßenmärkte kennen keine festen Preise.- hier dürfen und sollten Sie verhandeln!
Edelsteine und Kunsthandwerk
Jade : TOP»
Jade gilt in China als der Stein der Steine. Ähnlich wie im
westlichen Kulturkreis das Gold, so besitzt Jade für Chinesen
magische Anziehungskraft. Man liebt ihre Geschmeidigkeit,
die feine wolkige Maserung und ihren tiefen Glanz. Im Altertum
betrachtete man den Stein als göttliche, Lebensenergie
spendende Substanz und verarbeitete ihn zu Amuletten und
Ritualobjekten. Bereits im Neolithikum findet man in China
kleine figürlich bearbeitete Jadesteine. Das ist bemerkens-
wert, denn Jade kommt in China nicht vor und musste aus
Zentralasien beschafft werden.
Sowohl Jade als auch das chinesische " Yu " sind keine eindeutigen mineralogischen Termini, sondern Oberbegriffe, unter denen verschiedene Mineralien zusammengefasst werden. Die Chinesen verwenden den Begriff für fast alle schönen Steine, die hart und geschmeidig sind und einen gewissen Glanz aufweisen: Nephrit, Jadeit, Serpentin, Kristall, Achat und Speckstein. Im Westen bezeichnet man mit Jade lediglich zwei verschiedene Gesteine, nämlich Nephrit, ein Calcium- Magnesium–Silikat, und Jadeit, ein Natrium–Aluminium–Silikat. Nephrit und Jadeit kommen je nach ihrem Gehalt an Eisen, Mangan oder Chrom in verschiedenen Farbschattierungen vor. Diese können von weiß über beige, grün und lavendel bis zu schwarz reichen. Kenner schätzen besonders das satte, fettig glänzende Weiß der Hammelfettjade (Nephrit) und Jadeit in leuchtend smaragdgrüner Tönung.
Nephrit importieren die Chinesen seit dem Neolithikum aus dem zentralasiatischen Kunlun–Gebirge. Seitdem China die nordwestlichen Fundgebiete im 18. Jh.vereinnahmt hat, wird er dort auch im Bergbau gewonnen. Vorher beschränkte man sich auf die Bearbeitung.
Perlen :TOP»
Perlen zählen zu den ältesten bekannten Arten von Schmuck. In der Antike, z.B.
im römischen Kaiserreich, war es nur den gekrönten Häuptern vorbehalten,
hochwertigen Perlenschmuck zu tragen. Perlen stellten ein solch hohes
Statussymbol dar, dass es dem „normalen Volk“ sogar gesetzlich untersagt
war, Perlen zu tragen. Die Perle war und ist der Liebling aller Völker, und an
Wertschätzung kommen, ihr bis heute oft die erlesensten Edelsteine nicht
gleich. Die Bezeichnung „Perle“, oder „echte Perle“ oder „Orientperle“ dürfen
ausschließlich natürlich gefundene Perlen tragen, alle anderen Perlen sind
Zuchtperlen! In China sind zwei Sorten Zuchtperlen bekannt: Meerwasser-
zuchtperlen und Süßwasserzuchtperlen.
1. Meerwasserzuchtperlen
In den chinesischen Südmeergewässern Chinas lebt die silberlippige Perlenauster, in welcher die teuerste und begehrteste aller Zuchtperlen entsteht: Die Südseezuchtperle. Diese traumhafte Perle wird überwiegend in Größen ab 10mm gezüchtet und besticht durch ihre einmaligen Farben. Strahlendes Silber-Weiß, Weiß-Rosé, Creme-Weiß, bis hin zu den seltensten Gold-Tönen.
Obwohl es mittlerweile relativ viele Farmen gibt, ist die Ausbeute recht geringund deshalb ist es sehr schwierig, genügend Perlen gleicher Größe, Form, Farbe und gleichen Lüsters zu finden. Es ist daher bis heute nahezu unmöglich bzw. enorm zeitintensiv, z.B. eine Südseeperlenkette zu fertigen, bei welcher alle Perlen gleich sind. Eine solche Kette wäre vermutlich unbezahlbar.
In Guilin kann man gute Meerwasserzuchtperlen bekommen, da es nicht weit vom chinesischen Südmeer entfernt liegt.
2. Süßwasserzuchtperlen
Als Süßwasserzuchtperlen bezeichnet man Perlen, welche nicht im Meer, sondern in Binnengewässern gezüchtet werden. Am bekanntesten ist die Taihu-Perle, die in China besonders beliebt ist. Heute kommt der größte Teil der Süßwasserzuchtperlen aus China, und es herrscht in der ganzen Welt lebhafte Nachfrage..Süßwasserzuchtperlen reifen wesentlich schneller als Meereszuchtperlen. Deshalb sind auch die Preise für diese Perlen wesentlich günstiger. Man kann heute schon fast runde Süßwasserzuchtperlen in einer Größe bis zu 8mm züchten. In Beijing und auch in Wuxi kann man günstige Süßwasserzuchtperlen bekommen.
Natürlich werden auch aus Jade und Perlen kunsthandwerkliche Gegenstände gefertigt, aber unter dem eigentlichen Kunsthandwerk versteht man in China die folgenden Produkte, in erster Linie.
Chinesisches Cloisonné:TOP»
Die Herstellung von Cloisonné ist unglaublich arbeits- und zeitintensiv.
Auf die Metallwandung werden zunächst die gewünschten
Muster mit dem Pinsel aufgemalt. Danach lötet oder klebt
man feine Drähte aus Messing, Kupfer oder Gold auf die
Wandung, so dass von Stegen eingeschlossene Felder
entstehen. Parallel zu diesem Vorgang werden aus vorher
gefertigten, großen Emailblöcken Stückchen abgeschlagen
und zu feinem Pulver zermahlen. Um bestimmte Farbtöne zu
erzielen, mischt man diesem Emailstaub Metalloxyde bei:
Kupferoxyd für grüne und türkisfarbene Schattierungen,
Antimon für gelbe, Manganoxyd für rote, Kobalt für blaue
Nuancen, um aus der Vielfalt der Möglichkeiten nur einige
zu nennen.
Durch Zusatz von Wasser entsteht eine farbige Masse, die mit einem kleinem Spatel in die Zellen bis zum Stegrand gefüllt wird. Dann wird das Gefäß in den Brennofen geschoben, bei 850 Grad Celsius gebrannt und bereits nach wenigen Minuten wieder herausgeholt. Da durch die Hitze das noch vorhandene Wasser sofort verdampft und aus der übrigen Masse ein Glasfluß entsteht, der in jeden Freiraum der Zelle dringt und um ca. ein Drittel schrumft, müssen die Zellen nach jedem Brennen aufgefüllt und erneut gebrannt werden. Erst wenn die Schmelzmasse über die Stege läuft und erkaltet ist, kann mit dem Polieren begonnen werden. Durch Reiben mit Sandstein kommt das blanke Metall zum Vorschein. - die Drähte werden sichtbar und geben dem Gefäß das charakteristische "Goldgeflecht".
Im Dekor und in den Formen der in Cloisonné-Technik gefertigten Objekte verwendet der Chinese genau fixierte Vorbilder, die aus der langen Tradition seiner Bronzebearbeitung und Porzellanherstellung resultieren. Je nach Funktion des Gefäßes - Vase, Weihrauchbrenner, Kerzenhalter, Schale, Szepter, Becher - werden auch die Dekorelemente aufgetragen. Vorherrschend sind florale Muster in Form der Lotosblüte als Symbol für Reinheit, de Pflaumenblüte für hohes Alter, der Chrysantheme für Vornehmheit, des Bambus für Zähigkeit und Widerstandeskraft und viele Ranken als Symbole für Verwandtschaft, Stammbaum und Nachkommenschaft.
LackwarenTOP»
In China sind die Lackwaren aus Fuzhou (Foochow) sehr bekannt.
Ihre Produkte werden in mehr als 40 Länder exportiert. Die lokale Lackwarenindustrie geht auf das 18. Jahrhundert zurück. 1907 wurde
in Fuzhou ein eigenes Forschungs- und Lehrinstitut für Lackwaren
gegründet. Die Regierung hat diese Tradition fortgesetzt und
weiterentwickelt.
Die Fuzhou-Lackwaren sind nicht nur wunderschön, sondern auch praktisch, dabei leicht und fest.. Korrosionsbeständig und gut isolierend, ergeben sie nicht nur geschmackvolle Vasen und Teeservices, sondern sogar formschöne Armaturenbretter für Autos.
Jedes Stück Lackware durchläuft 30 bis 100 Arbeitsgänge. Der Lack wird auf eine Lehm- oder Gips-Unterlage aufgetragen, die nach der Trocknung des Lacks zerschlagen und entfernt wird. Zur Verzierung wird Gold, Silber oder Perlmutter eingelegt oder die spiegelglatte Oberfläche kunstvoll bemalt. Archäologen haben festgestellt, dass Lackwaren schon in der Bronze-Zeit hergestellt wurden. Damals war ein Lackgegenstand zehnmal so viel wert wie ein entsprechendes Gegenstück aus Bronze. Auch heute werden Lackwaren von Kunstkennern noch hoch geschätzt.
Die Sancai-KeramikTOP»
Die Sancai-Keramik (Drei-Farben-Glasur) ist weltbekannt. Sie entstand unter
der Tang-Dynastie.Bei den Glasuren handelt es sich meist
um kräftiges Grün,Gelb und Braun. Sancai-Keramiken sind
auch bei den Grabfiguren der Tang-Zeit zu finden: Pferde,
Kamele, Wächter in Tier- und Menschengestalt, Hofdamen
und Beamte. Auch die songzeitlichen Seladonkermaiken,
blassgrün bis moosgrün, blassblau oder blassgrau, bis hin
zu braunen Tönen, waren technisch perfekt.Fürdie Unterglasur-
malerei in Kobaltblau, die bereits zur Zeit der Yuan-Dynastie
entstand, wurde eine Technik aus Persien angewandt. Figuren, Landschaften und Theaterszenen sind in der darauffolgenden
Ming-Zeit immer wiederkehrende und beliebte Motive. Zu Beginn
der Qing-Dynastie erreichten die blau-weißen Porzellane höchste
Qualität. Seit dem 14.Jahrhundert war Jingdezhen Zentrum der
Porzellanherstellung. Heute kann Porzellan relativ preiswert in
ganz China erworben werden. Allerdings sind kaum alte und antiquarische Stücke erhältlich,da der Verkauf verboten ist.
Die Figuren sind reich geschmückt, Pferde sind gesattelt und weisen prunkvolles Zaumzeug auf. Die Sancai - Keramiken wurden normalerweise in der Nähe von Chang'an (Xi’an) und Luoyang gefunden und stammen aus der Tang-Zeit (618 – 907 n.Chr.).
BatikTOP»
Batik ist eine Jahrhunderte alte Stofffärbekunst, die in China und allen Teilen
Ostasiens verbreitet war und erst vor ca. 100 Jahren in Europa Einzug hielt.
Die Technik ist bereits sehr alt. „Batiken“ heißt übersetzt soviel wie „schreiben,
malen“ und lebt von der Improvisation, was den eigentlichen Reiz ausmacht.
Die Batikkunst im Südwesten Chinas (z.B. in der Stadt Dali der Provinz Yunnan ) ist sehr bekannt.Die Batikhäuser hier fungieren gleichzeitig als Wohnhaus, von außen sind sie von den ganz normalen Wohnhäusern der Bai nicht zu unterscheiden. Besucher können dort handgefertigte und preisgünstige Batiken erstehen und bei Interesse beim Herstellungsprozess zuschauen.
Ein Stück weißer Baumwollstoff verwandelt sich in verschiedenartigste Batiken. Es durchläuft verschiedene Prozesse, die teilweise große Erfahrung erfordern: Vorbereiten des Stoffes, Muster auftragen, nähen und abbinden, färben, Fäden lösen, bleichen, in der Sonne trocknen und glattbügeln. Aus der chinesischen Bezeichnung für Batik, „Zaran“, kann man herauslesen, dass Nähen und Abbinden sowie Färben die wichtigsten Schritte dabei sind.
Die Batiken sind haupsächlich in blau gehalten, doch gibt es auch grüne, braune, lilafarbene, die jedoch alle mit dem klaren Weiß harmonieren. Der Farbkontrast fällt einem schon von weitem ins Auge. Durch das Nähen und Zusammen- binden weist das Endprodukt einige Falten auf, auch sieht man auf dem Stoff die regelmäßigen Nadeleinstiche, was der Batik einen ausgeprägten Volkskunstcharakter gibt. Im Kunstunterricht wird die Technik der chinesischen Batik erlernt.
Seide, Seidenmalerei und SeidenteppicheTOP»
Die Seide, die schon im Altertum Chinas Weltruf begründete, zählt dank
niedrigerLöhne noch heute zu den interessantesten Landesprodukten.
Ebenso arbeitsintensiv in der Herstellung und daher in China besonders
preisgünstig ist Kleidung aus Kaschmirwolle. Für beides zählt der
Freundschaftsladen zu den wichtigsten Anbietern. Auf dem Seidenmarkt
werden Seidenstoffe billig verkauft. Das meiste ist in Design und Größen
auf den europäischen oder amerikanischen Markt zugeschnitten. Allerdings
sollte man auf schiefe Nähte, schiefe Taschen und andere Fertigungsfehler
achten.
Auch die Seidenmalerei kommt aus China (ca. 2640 v. Chr.), das als Ursprungsland der Seide gilt. Auf Handelswegen gelangte schließlich nicht nur die Seide, sondern auch die Technik der Seidenmalerei nach Europa.
Chinas Knüpfteppiche aus Seide werden in staatlichen Manufakturen von Hand produziert und zentral in die westlichen Länder exportiert. Die Manufakturen sind über das ganze Land verteilt. Zu den vorherrschenden Herstellungsstädten und -regionen gehören unter anderem Peking, Kanton, Kansu, Khotan und Kashgar. Sie werden via China exportiert und sind zur Zeit noch sehr selten.
Gute chinesische Seidenteppiche sind 100 % garantiert handgeknüpft. Diese wunderbaren Teppiche sind Kostbarkeiten, die in vielen Monaten sorgfältiger Handarbeit entstanden sind. Selbstverständlich können Sie Teppiche in allen Größen und Farben vor Ort besichtigen und erstehen.
Porzellan :TOP»
Wer eine echte Ming-Vase mit nach Hause nehmen möchte, ist in Beijing
wegen der Export-beschränkungen zwar nicht am rechten Platz, doch
führen die Antiquitätenläden manch schönes Stück vom Ende der Kaiserzeit.
Etwas preisgünstiger, doch keineswegs billig sind Reproduktionen alten
Porzellans. Das beste Geschäft mit einer großen Auswahl in neuem und
klassischem Design ist die Beijing JingdezhenPorcelain Joint Company.
Die Ware kommt aus Jingdezhen, jener südchinesischen Kleinstadt, die
vom 13. bis zum 18 Jh. das weltweit führende Porzellanproduktionszentrum
war und auch die kaiserliche Manufaktur beherbergte.
ScherenschnitteTOP»
Während des chinesischen Neujahrs- oder Frühlingsfestes herrscht in vielen Landesteilen die Tradition, Scherenschnitte verschiedener Muster ans Fenster oder an die Tür zu kleben. Sie unterstreichen die festlich- fröhliche Atmosphäre der Feiertage. Scherenschnitte sind eine der am weitesten verbreiteten volkstümlichen Künste in China. Wann die ersten Scherenschnitte entstanden sind, läßt sich kaum noch präzise feststellen. Es wird aber allgemein angenommen, dass die Scherenschnitte ihren Ursprung in uralten religiösen, Gebets- und Beisetzungzeremonien haben. Man schnitt damals mit Schere oder Messer aus Papier die Umrisse verschiedener Figuren und Tiere aus, die dann als Beigaben mit dem Toten begraben oder bei der Bestattung verbrannt wurden. Aber bereits vor mehr als 1000 Jahren wurden Scherenschnitte auch zunehmend für Dekorationszwecke eingesetzt. Historischen Dokumenten zufolge verwendeten die Frauen in der Tang-Dynastie (618-907) Scherenschnitte auch als Kopfschmuck. In jene Zeit fielen auch die Scherenschnitte mit Schmetterlings-Motiven, mit denen der Frühling begrüßt wurde. Im 12. Jahrhundert, also während der Song-Dynastie, wurden Geschenke mit Scherenschnitten geschmückt. Die Scherenschnitte wurden auch an Türen, Fenster, Wände, Spiegel oder Lampions geklebt. Die ersten professionellen Scherenschnitt- Kunsthandwerker kamen auf.
Scherenschnitte sind eine reine Handarbeit. Die Grundkenntnisse sind
nicht allzu schwierig, man braucht nur eine Schere und ein Stück Papier.
Fachkräfte brauchen allerdings Scheren und Stichel verschiedener Größe,
um auch sehr komplizierte Muster herzustellen. Nach einem Muster
können ein einzelner oder auch mehrere Scherenschnitte auf einmal
gemacht warden.Ein einfaches Muster kann mit Schere direkt geschnitten
werden, während ein kompliziertes Muster zuerst auf das Papier gedruckt
wird und dann mit einem passenden Stichel ausgeschnitten, der aus
Dutzenden Werkzeugen verschiedener Größe ausgewählt wurde. Es darf
kein Fehler gemacht werden, sonst war alle Arbeit umsonst.
Die Motive der Scherenschnitte lassen sich in viele Kategorien gliedern. Dazu gehören u.a. Blumen und Vögel, Fische und Insekten, kleine Tiere, Menschenfiguren aus volkstümlichen Legenden oder aus klassischen literarischen Werken oder auch Masken der Peking-Oper.Fast alles kann als Motiv für Scherenschnitte dienen.
Weil die Einwohner in den verschiedenen Landesteilen Chinas unterschiedliche Lebensgewohnheiten und unterschiedliche ästhetische Vorstellungen haben, sind auch die jeweiligen Scherenschnitte von ganz eigenen Besonderheiten geprägt. Während die Scherenschnitte in Nordchina recht naiv und kräftig daherkommen und größere Motive verwenden, scheinen die Scherenschnitte in Südchina besonders fein und durch die reichlich vorhandenen Wassergebiete geprägt zu sein. Aber unabhängig vom Motiv gilt die Faustregel, dass die Scherenschnitte lebensecht und kunstvoll sein müssen.
Früher versammelten sich die Frauen auf dem Lande in der Mußezeit im Herbst und machten Scherenschnitte. Jedes Mädchen musste diese Handwerkarbeit beherrschen, die Fingerfertigkeit dabei galt sogar als ein Kriterium für die Qualität einer künftigen Braut.
Inzwischen wird im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung die Kunstfertigkeit der Scherenschnittherstellung nicht mehr von Generation zu Generation vererbt, viele Menschen betrachten dieses Kunsthandwerk vielmehr als einen speziellen Beruf. Inzwischen gibt es in China kunsthandwerkliche Fabriken für Scherenschnitte, einen nationalen Scherenschnitt- Verein, regelmäßige Scherenschnitt-Ausstellungen und entsprechende Fachpublikationen. Die Scherenschnitte haben sich von einer zweckmäßigen Dekoration zu einer unabhängigen Kunstart entwickelt. Auch die Motive der Scherenschnitte sind ständig erweitert worden. Gleichzeitig haben andere Kunstrichtungen die einzigartige Ausdrucksweise des Scheren- schnitts aufgenommen. Heute sind Einflüsse der traditionellen Scherenschnitte in Bildergeschichten, Zeitungsköpfen, in der Bühnenkunst, bei der Buchgestaltung und in Film und Fernsehen zu finden.
BronzenTOP»
Bestehend aus Kupfer, Zinn und Blei, war Bronze die früheste Legierung in der
Geschichte des Einschmelzens und der Metallverarbeitung. Schon in den frühen
Zeiten der Xia-Dynastie hatte man angefangen, diese Legierung zu verwenden
und führte die Chinesen in das Bronze-Zeitalter. Auf dem Höhepunkt seiner
Beliebtheit wurde sie für Ritualgefäße, Musikinstrumente, Waffen und Behälter
für die Aufbewahrung von Lebensmitteln und Wasser verwendet. Bei den Bronze-
gefäßen kam es mit der Zeit zu immer verfeinerteren Arbeiten. Die häufigsten
Dekore waren Tiergesichter, Drachen und Phoenix.Der quadratische Din aus
der Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie zeigte, dass die Einschmelztechnik
ein ziemlich hohes Niveau erreich hatte. Als die Technik sich weiter entwickelte,
wurden Bronzebehälter seit der Qin- und der westlichen Han-Dynastie allmählich
durch Eisen ersetzt. Danach wurde Bronze meistens für Spiegel verwendet.
