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Über China |
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Geschichte Chinas Wenn wir über die chinesische Geschichte nachdenken, sollten wir mit der Zeit vor 1,7 Millionen Jahren anfangen. Dies war bis zur Errichtung der Xia-Dynastie die prähistorische Zeit. In den Dynastien Xia, Shang und Zhou bestand eine Sklavereigesellschaft und die folgende Dynastie Qin begründete den Beginn des Feudalismus, der fast 2.100 Jahre Bestand hatte. Mit dem Ende der Qing-Dynastie trat China in die moderne Gesellschaft ein und die Republik China tauchte aus dem Chaos auf. Das Jahr 1949 ist das Gründungsjahr der Volksrepublik China und die Chinesen traten mit der vollständigen Veränderung der sozialen und politischen Struktur des Landes in den Sozialismus ein. Das war der Anfang der Entwicklung des modernen China. Prähistorische Zeit (1,7 Million Jahre - 21. Jahrhundert v.Chr.) Xia Dynastie (21. - 16. Jahrhundert v.Chr.) Shang Dynastie (16. - 11. v.Chr.) Zhou Dynastie (11. Jahrhundert v.Chr. - 221 v.Chr.) Qin Dynastie (221 - 206 v.Chr.) Han Dynastie (206 v.Chr. – 220n.Chr.) - Westliche Han (206 BC --- 24 AD) - Östliche Han (25 --- 220) Drei Reiche Zeit (220 --- 280) Jin Dynastie (265 --- 420) - Western Jin Dynastie (265 --- 316) - Eastern Jin Dynastie (317 --- 420) Nördliche und südliche Dynastien (386 --- 589) Sui Dynastie (581 --- 618) Tang Dynastie (618 --- 907) Fünf Dynastien (907 --- 960) - Späte Liang (907 --- 923) - Späte Tang (923 --- 936) - Späte Jin (936 --- 946) - Späte Han (947 --- 951) - Späte Zhou (951 --- 960) Song Dynastie (960 --- 1279) - Nördliche Song Dynastie (960 --- 1127) - Südliche Song Dynastie (1127 --- 1279) Liao Dynastie (916 --- 1125) Jin Dynastie (1115 --- 1234) Yuan Dynastie (1271 --- 1368) Ming Dynastie (1368 --- 1644) Qing Dynastie (1644 --- 1911)
Prähistorische Zeiten (1,7 Million Jahre - 21. Jahrhundert v.Chr.) Die prähistorische Zeit zeigt auch die ursprüngliche Gesellschaft an. Sie begann mit der Entwicklung der Yuanmou Menschen vor von 1,7 Millionen Jahren und dauerte bis zum Anfang der Sklavereigesellschaft im 21. Jahrhundert v.Chr. Vor 4.000 Jahren führte Huangdi, der Führer eines Stammes, im Gelben-Flussgebiet seine Leute zu einem Bündnis mit einem anderen Stamm, der von Yandi geführt wurde. Dadurch kombinierten sie die zwei großen Stämme und wurden ein chinesischer Stamm. So sagen wir, dass die Chinesen die Nachkommen von Yan Di und von Huang Di sind. Danach wählten sie mehrmals hintereinander Yao zum Führer. Und die folgenden Nachfolger waren Schun und Yu. Yu war berühmt wegen seiner Leistung beim Flussbau in der Geschichte. Unter seiner Führung entwickelte sich die Gesellschaft weit fort.
Xia Dynastie (21. - 16. Jahrhundert v.Chr.) Nach Yu folgte sein Sohn Qi, er wurde von seinen Leuten gewählt. Das Verzichtsystem wurde durch das erbliche ersetzt. Yu und Qi waren die erste zwei Könige von vierzehn. Der letzte König der Dynastie, Jie, war ziemlich tyrannisch und verursachte viel Beanstandung von seinen Nachfolgern. Schließlich wurde er gestürzt und die zweite Dynastie - die Shang Dynastie - begann unter der Führung des Königs Tang. Shang Dynastie (16. - 11. Jahrhundert v.Chr.) König Tang war der Begründer der Shang-Dynastie, mit der das erbliche System in China Fast alle Dynastien gingen unter, weil der jeweils letzte König dekadent, korrupt und grausam war, so auch die Shang-Dynastie. Ihr letzter König, Zhou, wurde für unwürdig befunden, das Regierungsamt auszuüben, und dieses wurde von der Zhou-Dynastie übernommen.
Zhou Dynastie (11. Jahrhundert v.Chr. - 221 v.Chr.)
Die Zhou-Dynastie kann in zwei Perioden unterteilt werden: die westliche Zhou-Dynastie (11. Jahrhundert v.Chr. - 771 v.Chr.) und die östliche
Qin Dynastie (221 - 206 v.Chr.) Das Qin-Reich löste die sechs vorhandenen Reiche ab, die überhaupt noch einigermaßen handlungsfähig waren und fasste sie in einem ersten einheitlichen Staat zusammen. Es entstand
Han Dynastie (206 v.Chr. – 220 n.Chr.) In den letzten Jahren der Qin-Dynastie gab es einen Krieg um die Macht zwischen zwei leistungsfähigen Armeen; dies war der berühmte Krieg Chu-Han. 206 v.Chr. Errang Liu Bang, der die Armee gegen den Kaiser Qin führte, den Sieg und eroberte damit das ganze Land. Dies war der Beginn der westlichen Han-Dynastie (206 v.Chr. - 224 n.Chr.). Kaiser Wu aus der Han- Dynastie führte nach seinem Vater eine Öffnungspolitik ein, wodurch sich die Wirtschaft rasch entwickelte. Die Han-Zeit gilt als eine der großen Blütezeiten Chinas, allerdings waren die letzten Kaiser schwach und es kam zu Wirren innerhalb der Familie und zu Anarchie im Reich. Ab 25 n.Chr. übernahm die Östliche Han-Dynastie die Macht unter Liu Xiu, einem entfernten Verwandten des letzten Kaisers der Westlichen Han, der sich insbesondere auf die Unterstützung durch die Großgrundbesitzer verlassen konnte.
Kaiser Wu der Han Dynastie (156 v.Chr. - 87 v.Chr.)
Kaiser Wu oder Liu Che, war der 7. Herrscher der Westlichen Han-Dynastie (206 v.Chr. - 24 n.Chr.). Er ist für seine großen Talente gepriesen worden. Er übernahm den Thron im Alter von 16 Jahren, wobei zunächst noch seine Großmutter und ihre Anhänger die Macht innehatten. Nach Übernahme der Macht fing er an, seine eigene Politik durchzusetzen, um die Macht der lokalen Fürsten dadurch zu schmälern, dass sie ihren Grundbesitz unter ihren Söhnen aufteilen mussten. Diese Maßnahme stärkte die Zentralmacht sehr. Wenn Gerichtsbeamte einzusetzen waren, bat er die lokalen Beamten, intelligente Personen zu empfehlen, die dann an den richtigen Platz gesetzt wurden. Zur besseren Kontrolle der Bevölkerung regulierte er die Preise für Konsumgüter, was zwar die Staatseinnahmen steigerte, aber den Handel stark behinderte. Im intellektuellen und religiösen Bereich akzeptierte er den Vorschlag von Dong Zhongshu , alle Lehren außer dem Konfuzianismus zu unterdrücken, um Wohltätigkeit und Gesetzestreue zu steigern. Mit seiner starken Armee schlug er dreimal die aufrührerische Gruppe von Xiongnu, um den Frieden in den Grenzgebieten sicherzustellen. Er regte auch den Handel mit Ausländern und abgelegenen Regionen an. Auch die weltberühmte 'Seidenstraße' wurde unter der Regierung dieses weisen Kaisers weiter entwickelt.
Periode Mit Drei Königreichen (220 n.Chr. - 280 n.Chr.)
Diese Periode war die Verlängerung der kriegerischen Zeiten nach der Östlichen Han-Dynastie. Wie der Name besagt, wurde die Macht in die drei Reiche der Wei, Shu und Wu aufgeteilt.
Jin Dynastie (265 n.Chr. - 420 n.Chr.) Die Jin-Dynastie wurde von einem Minister des Wei-Reiches initialisiert. Sie besteht aus zwei Perioden: der Westlichen Jin-Dynastie (265 n.Chr. - 316 n.Chr.) und der Östlichen Jin-Dynastie (317 n.Chr. - 420 n.Chr.). Die Westliche Jin-Dynastie mit ihren 52 Jahren Bestand war eine recht kurzlebige Dynastie in der chinesischen Geschichte. Dennoch stellte sie eine kurze Einigungsphase innerhalb der langwährenden Teilungszeit zwischen den Han und Sui dar. Die Hauptstadt der Östlichen Jin-Dynastie war das heutige Nanjing (damals wurde die Stadt Jiankang genannt). Das Territorium der Östlichen Jin-Dynastie war der mittlere und untere Lauf des Yangtsekiang. Gleichzeitig mit der Östlichen Jin-Dynastie gab es am mittleren und unteren Lauf des Gelben Flusses insgesamt 16 relativ kurzlebige, einander bekämpfende Staaten, deren Kaiser hauptsächlich von nomadischen Völkern aus Nord- oder Westchina abstammten. In der chinesischen Geschichte werden sie zusammen als die Sechzehn Königreiche bezeichnet. Die Östliche Jin-Dynastie überdauerte abgeschieden in Südchina (das damals noch als Randgebiet des chinesischen Reiches galt) insgesamt 104 Jahre, mit insgesamt 11 Kaisern. Am Ende wurde die Dynastie durch eine Serie innerer Unruhen schwer erschüttert, wodurch ein Mitglied einer mächtigen Familie, auf die sich der Kaiser zuletzt stützte, die Gelegenheit nutzen konnte, den Kaiser zum Abdanken zu zwingen und somit die Jin-Dynastie zu beenden.
Nord- und südliche Dynastien (420 n.Chr. - 589 n.Chr.) Die Norddynastie währte von 386 - 589 n.Chr. und die Süddynastie von 420 - 589 n.Chr. In der Süddynastie folgten einander die Reiche der Song, Qi, Liang und Chen. Im Norden war sie mit der Nördlichen Wei-Dynastie konfrontiert, die von den nomadischen Tuoba gegründet worden war. Die Nordgrenze der Qi-Dynastie verlief dabei rund 100 km südlich des Huanghe. Diese Periode bildete einen weiteren Schlüsselmoment für die Kommunikation der Chinesen untereinander. Als die Nördlichen Wei Nordchina vereinheitlichten, leitete Kaiser Wendi seine Reformen ein, um die Moral zu befestigen, die eine aktive Rolle im kompatiblen Bestehen der verschiedenen Ethnien spielte. Aber nach dem Zerfall des Nordreiches wanderten dessen Einwohner mit neuen Technologien in den Süden ein. Dadurch erhielt der Süden einen großen Zufluss von Arbeitskräften für Wirtschaft und Landwirtschaft.
Sui Dynastie (581 n.Chr. - 618 n.Chr.) Obgleich diese Dynastie nur für 37 Jahre bestand, war der historische Einfluss äußerst bedeutend, denn sie schuf die Grundlage für die darauf folgende Tang-Dynastie (618 n.Chr. - 907 n.Chr.). Mit den Sui setzte in China ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Die Sui-Dynastie begann mit zahlreichen Reformprojekten, die in kurzer Zeit Großes erreichten, das Land aber steuerlich bzw. in Bezug auf öffentliche Arbeiten stark beanspruchten und die Dynastie so vorzeitig zu Fall brachten. Da sind zu nennen: Chang'an (heute Xi'an) wurde wieder Hauptstadt von China und zusammen mit Luoyang um 600 ausgebaut (das neue Chang'an wurde unter dem Architekten Yuwen Kai im Nordwesten der alten Stadt errichtet) Organisation einer zentralen Reichsverwaltung mit den klassischen 6 Ministerien (Beamten, Finanzen, Riten, Heer, Justiz und öffentliche Arbeiten) Wiedereinführung der Beamtenprüfungen (Keju), allerdings bei weitem nicht so ausgeprägt wie später zur Zeit der Song-Dynastie. Eine Bodenreform zugunsten des einfachen Volkes (Prinzip der gleichmäßigen Landverteilung unter Berücksichtigung der Größe der Familien) Vereinfachung und Milderung der Strafgesetze (K'ai-huang-Statuten ca. 582 n.Chr.) Beginn des Baus einer Kanalverbindung zwischen Nord- und Südchina zwecks Getreide- und Truppentransport (z.B. Getreide-Steuer; ab 584 n.Chr., hauptsächlich aber unter Yang Di) Verlängerung der Großen Mauer nach Westen hin Der zweite und letzte Kaiser der Sui-Dynastie, Yangdi, war für seinen Despotismus berüchtigt, was das Ansehen der Dynastie stark schädigte. In späteren Jahren dachte er nur noch an sein eigenes Vergnügen und ließ den Großen Kaiser-Kanal bauen, damit seine Urlaubsreisen in den Süden leichter und bequemer wurden. Aber natürlich erleichterte das auch den Warentransport von Norden nach Süden. 618 n.Chr. wurde Yangdi schließlich wegen seiner Schulden gestürzt.
Tang Dynastie (618 n.Chr. - 907 n.Chr.) Die Tang-Dynastie gilt in allen Bereichen ihrer Herrschaft als „prachtvoll“, seien es Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion, Diplomatie, Ausbildung oder andere. Zu dieser frühen Zeit war das sehr ungewöhnlich. Die Hauptstadt des Tang-Reiches wurde Chang’an, das heutige Xi’an. Ein großer und kluger Kaiser war der zweite Herrscher der Tang-Dynastie, Li Shimin(626 - 649 n.Chr.) . Er verbuchte als Kaiser Taizong 626/30 n.Chr. einen entscheidenden Sieg über die Osttürken, was der Tang-Dynastie die Ausbreitung entlang der Seidenstraße ermöglichte und auch China dem Ausland öffnete (vgl. z.B. Xuanzang). Viele fremde Kaufleute und Krieger strömten in der Folge ins Land und prägten die Stadtkultur jener Zeit. Mit ihnen kam Neues - z.B. spielte die chinesische Aristokratie damals Polo, ein Spiel aus dem Iran, was nur aufgrund des verbreiteten Pferdebesitzes durch die Kontrolle der Zuchtgebiete in Gansu möglich wurde. Taizong erneuerte auch die staatlichen Beamtenprüfungen (Geschichte, konfuzianische Klassiker, Lyrik und Verwaltungsaspekte; es bestanden maximal 10 % der Kandidaten), um sich bessere Verwaltungsbeamte heranzuziehen. In der Praxis bestimmten aber Geld und Herkunft, wer Beamter wurde, so dass die höchsten Posten weiterhin dem Adel vorbehalten blieben. Die Verwaltung Tang-Chinas war wie folgt untergliedert:
Die Strafgesetze wurden vereinfacht und gemildert, das Schulwesen gefördert. Der Gesetzkodex der Tang-Zeit, das Tanglü-shuyi, ist vollständig überliefert. Er war sehr umfangreich (über 500 Paragraphen in 12 Abschnitten) und besticht durch lückenlose Logik. Man bewertete sowohl die Schwere bzw. das Wesen der Straftat als auch die gesellschaftliche Stellung des Opfers. Es gab während der Tang-Zeit auch eine weibliche Monarchin, Wu Zetian (684-705) , auch sie war eine fähige und intelligente Herrscherin. Die lokale administrative Macht war begrenzt, und die Staatslenkung war ausschließlich der Zentralverwaltung vorbehalten. Zu dieser Zeit fingen verschiedene religiöse Schulen, wie z.B. der Manichäismus an, sich im Land auszubreiten, aber sie konnten dem Buddhismus und dem Taoismus ihre Vorrangstellung nie streitig machen. Die Literatur, insbesondere die Poesie, erlebte eine Blütezeit. Auch alle anderen Bereiche der Kunst blühten, wie z.B. Skulpturen, Steinschnitzerei aller Art und glasierte Tonwaren, insbesondere die dreifarbige Keramik. Ein herausragendes Beispiel hierfür sind die Grotten der Tausend Buddhas, ein seltener künstlerischer Schatz. Unter der Regierung von Li Longji, Kaisername Xuanzong (888 - 904 n.Chr.), erreichte die Dynastie den Höhepunkt ihres ruhigen Bestehens – die ' Blütezeit von Kaiyuan '. Allerdings nahm während seiner letzten Jahre die Macht der Jiedushi (eine Art Amtsbezeichnung) allmählich. Der Aufstand von An und Shi, angestoßen von den Jiedushi, war der Dreh- und Angelpunkt, zu dem der Niedergang begann. Es gab häufig Aufstände der Landarbeiter und die Menschen litten wieder unter Unruhen und Tumulten mit vielen Toten.
In Verbindung: Kaiser Taizong der Tang Dynastie (599 n.Chr. - 649 n.Chr.)
Kaiser Taizong, der Name Li Shimin, war der zweite Kaiser der Tang Dynastie. 618 unterstützten er und seine zwei Brüder ihren Vater, um die Stadt Chang'an zu ergreifen (die heutige Stadt Xian) und stellten dann die Tang Dynastie her. Hier war der Vater der erste Kaiser. Danach setzte er völlig auf sein militärisches Talent mit vielen Schlachtausführungen und machte die Grundlage ihrer Regierung.
Kaiserin Wu Zetian (624 n. Chr. - 705 n.Chr.) In der früheren chinesischen Geschichte gab es nur eine Monarchin. Das war die Kaiserin Wu Zetian. Wer mit ihrem Lebenslauf nicht vertraut ist, neigt dazu, sie nur als hartherzig und grausam zu sehen, aber beim Betrachten und Verstehen ihres Werdeganges kommt doch Bewunderung auf. Aus einer hochrangigen Familie wurde Wu Zetian im Alter von vierzehn Jahren als eine der Konkubinen für Kaiser Taizong ausgewählt. Nach dem Tod des Kaisers blieb sie zunächst als Nonne in einem Kloster, ging dann jedoch mit Unterstützung des Kaisers Gaozong, der Sohn des Kaisers Taizong, zurück in den kaiserlichen Palast. Im Verlauf von Streitigkeiten und Palastintrigen stieg sie zur Ehefrau von Gaozong auf. Dies muss ein schmerzhafter Prozess gewesen zu sein, war sie doch gezwungen ihr Kind zu töten, um die Thronfolge für spätere Kinder zu sichern.
Fünf Dynastien und 10 Reiche (907 n.Chr. - 979 n.Chr.) In der Spätzeit der Tang-Dynastie gewann die militärische Kraft der lokalen Regierungen schnell an Macht. Nach dem Untergang der Tang-Dynastie entstanden in Nordchina nacheinander fünf Dynastien, die Späte Liang, Späte Tang, Späte Jin, Späte Han und Späte Zhou genannt wurden und alle zusammen nur 53 Jahre dauerten. Gleichzeitig entstanden auch neun Reiche in Südchina und noch eins im Norden. Südchina fuhr fort, die Techniken des Spinnens, der Teeproduktion und der Porzellanbrennerei zu verbessern. Der Handel entwickelte sich in Südchina zu hoher Blüte. Hangzhou und Chengdu wurden wichtige Handelszentren.
Song Dynastie (960 n.Chr. - 1279 n.Chr.)
Die Song-Dynastie wurde im Zuge eines Aufstandes von Zhao Kuangyin gegründet und gestürzt von der Yuan-Dynastie (1271 - 1368 n.Chr.). Im Vergleich mit der Tang-Dynastie dauerte sie zwar länger, aber der historische Status gilt als weit minderwertiger als der der Tang. denn die Nördliche Song-Dynastie (960 - 1127 n.Chr.) führte Krieg mit den Liao-, Xia- und Jin-Dynastien. Die Südliche Song-Dynastie (1127 - 1279 n.Chr.) war schwächer und ohne Eroberungsehrgeiz.
Liao Dynastie (916 n.Chr. - 1125 n.Chr.) Die Liao-Dynastie entwickelte sich aus der ethnischen Gruppe der Khitan (Qidan) in Nordchina, welcher schon seit der Regierung von Wu Zetian in der Tang-Dynastie (618 - 907 n.Chr.) an Macht und Einfluss gewann. Im Jahre 916 schaffte der Häuptling Yelu Abaoji das Wahlsystem ab und rief sich zum König des Reichs Khitan (Qidan) aus. Danach folgte sein Sohn auf den Thron und vergrößerte das Gebiet um das minderwertige Land an der Großen Mauer und seine Untertanen wurden eine Mischung der Völker Han und Khitan.
Jin Dynastie (1115 n.Chr.- 1234 n.Chr.) Die Jin-Dynastie entstand aus der ethnischen Gruppe der Jurchen (Nuzhen). Als die Jurchen vom letzten Kaiser der Liao-Dynastie unterdrückt wurden, konnten sie dies irgendwann nicht mehr ertragen und erhoben sich gegen die Unterdrückung. Fast ein Jahr später änderte sich die Konfiguration, die vorher mächtigen Liao wurden besiegt und die Jurchen formten ihr eigenes Reich – die Jin-Dynastie. In den folgenden Jahren, als die Armee immer leistungsfähiger geworden war, fing sie an, die südliche Regierung sowie die Nördlichen und Südlichen Song anzugreifen und sie hatte Erfolg.
Yuan Dynastie (1271 n.Chr. - 1368 n.Chr.) Die Dynastie wurde 1271 durch Dschingis Khans Enkel Kublai Khan proklamiert. Übersetzt bedeutet Yuan "Ur-Anfang". Sie löste nach der Kapitulation Hangzhous1276 und der Niederlage der letzten Sung-Anhänger 1279 n.Chr. die Song-Dynastie ab. Ihre Hauptstadt war seit 1264 n.Chr. Peking, damals Tatu oder Khan-balyq genannt. Schan-tu (das Xanadu der Dichtung) war die Sommerresidenz und Karakorum gab der Herrschaft die Legitimation. Innen- wie außenpolitisch wurde die Yuan-Dynastie nur formal anerkannt. Es folgten wiederholte Konfrontationen mit den in der Steppe verbliebenen Mongolen (die letzte 1360). Dazu kam, dass die Mongolenregenten im Westen, die Goldene Horde und die Ilchane ab 1260 beziehungsweise ab 1295 ihre eigene Politik betrieben und den Islam annahmen. Um 1310 bildete sich das bis dahin instabile Tschagatai-Khanat neu, so dass man im 14. Jahrhundert vier voneinander unabhängige Reiche unterschied. Die mongolischen Garnisonen konzentrierten sich besonders um die Hauptstadt, während in den reichen Gegenden am Yangtse (Yangzhou, Nanjing, Hangzhou) sehr bald chinesische Truppen unter mongolischen Befehlshabern den Frieden zu wahren versuchten. Die chinesischen Soldaten wurden alle zwei Jahre ausgetauscht und in eine entfernte Provinz verlegt. Auch ihre Offiziere wurden zur Vermeidung von Rebellionen regelmäßig versetzt. Die Yuan-Dynastie bildete die Grundlage für die nachkommende Ming- (1368 - 1644) und Qing- Dynastien (1644 - 1911). Es war auch in dieser Zeit, dass das Territorium von China sein Maximum in der chinesischen Geschichte erreichte und das Modell unseres heutigen Ganzen bildete. Ming Dynastie (1368 n.Chr. - 1644 n.Chr.) Die Ming Dynastie verbesserte den Fortschritt in fast allen Bereichen und zog die meisten Rechte wieder zur Zentralverwaltung zurück. So erreichte die Feudalzentralisierung seinen Höhepunkt in der vollständigen Geschichte Chinas. In der frühen Zeit der Ming-Dynastie entwickelte sich die Landwirtschaft positiv und beim Handwerk insbesondere die Produktion von Textilien und Porzellan. In der mittleren und späten Periode erreichte die Wirtschaft der Handelsartikel eine neue Form - den neugeborenen Kapitalismus. Die Städte Beijing und Nanjing und andere Küstenstädte waren ziemlich wohlhabend und standen an vorderster Front beim Handel mit Ausländern. In der späteren Zeit der Ming-Dynastie hatten die Eunuchen jedoch mehr Macht und tyrannisierten die Menschen. Es gab häufige Konfrontationen zwischen den normalen Bürgern und der Oberklasse, weil die Ausbeutung ziemlich unerträglich war. Eine Reform, welche die Situation hätte verbessern können, half nicht. Schließlich gab es einen Aufstand der Bauern gegen den Monarchen, und der letzte Kaiser erhängte sich an einem Baum.
Qing Dynastie (1644 - 1911) Die Qing-Dynastie entstand aus einer anderen ethnischen Gruppe, den Mandschu (mongolische ehemalige Jurchen). Zu Beginn ihrer Regierung mussten sie Widerstände der Han-Mehrheit unterdrücken. Zwei berühmte Kaiser, Kangxi und Qianlong, bemühten sich, die Lebensumstände der Menschen zu verbessern, Angriffe aus der Mongolei wurden abgewehrt. Nach der Konsolidierung der nomadischen Gruppen in und um Xinjiang entwickelte sich das Wirtschaftswachstum rapide und die Gesellschaft hatte hervorragende Aussichten. Moderne Geschichte (1840 n.Chr. -1919 n.Chr.) Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verfiel die Qing-Dynastie zusehends. Großbritannien exportierte während dieser Zeit große Mengen von Opium nach China, während die Qing-Regierung versuchte, dies zu verbieten. Um den Handel mit dem Opium zu sichern, entfachte Großbritannien im Jahr 1840 einen Aggressionskrieg gegen China. Schließlich wurde die Qing-Regierung in die Knie gezwungen und unterzeichnete mit der britischen Regierung den „Vertrag von Nanjing”, der Schmach und Schande über die chinesische Nation brachte. Nach dem Opiumkrieg zwangen Großbritannien, die USA, Frankreich, Russland, Japan und andere imperialistische Staaten der Qing-Regierung verschiedene ungleiche Verträge auf. China begann sich Schritt für Schritt in ein halb koloniales, halb feudales Land zu verwandeln. 1911 führte Dr. Sun Yat-sen eine Revolution an, welche die über 200-jährige Herrschaft der Qing-Dynastie stürzte und damit dem feudalistischen System, das mehr als 2000 Jahre über China geherrscht hatte, ein Ende setzte. Die Republik China wurde ins Leben gerufen - ein großes Ereignis der modernen chinesischen Geschichte. Die neudemokratische Revolution (1919 n.Chr. - 1949 n.Chr.) Die 4.-Mai-Bewegung im Jahr 1919 wird als der Ursprung neuer Gedanken für zahlreiche wichtige Ereignisse betrachtet. Als ihre unmittelbaren Auslöser gelten die ungleichen Verträge, die nach dem Ersten Weltkrieg China aufgezwungen wurden. Ein wachsender Patriotismus führte, wobei die Hauptrolle den Studenten zufiel, zu einer Protestbewegung aller sozialen Schichten im ganzen Land. Verschiedene Ideen strömten nach China, vor allem der Marxismus und der Leninismus. Im Jahr 1921 trafen zwölf Vertreter der verschiedenen kommunistischen Gruppen des Landes, darunter Mao Zedong, in Shanghai zum Ersten Nationalkongress zusammen, auf dem die Kommunistische Partei Chinas das Licht der Welt erblickte. Es waren vier geschichtliche Epochen, bei denen die Kommunistische Partei Chinas das Volk bei der Neudemokratischen Revolution führte, nämlich der Nordfeldzug (1924-1927), der Agrarrevolutionäre Krieg (1927-1937), der Antijapanische Krieg (1937-1945) und der Befreiungskrieg (1945-1949). Während des Antijapanischen Kriegs kämpfte die Kommunistische Partei Chinas gemeinsam mit der Kuomintang gegen die Aggressoren und errang den Sieg. Doch im Jahr 1945 entfesselte die Kuomintang einen Bürgerkrieg. Nach dem über dreijährigen Befreiungskrieg stürzte die Kommunistische Partei Chinas 1949 schließlich die Kuomintang-Regierung. Die Volksrepublik China (seit 1949) Am 1. Oktober 1949 versammelten sich in Beijing 300.000 Menschen auf dem Tiananmen-Platz zu einer feierlichen Kundgebung, auf der Mao Zedong, der Vorsitzende der Zentralen Volksregierung, die Gründung der Volksrepublik China ausrief. In den ersten Jahren der Volksrepublik gelang der chinesischen Regierung die Bodenreform in Gebieten, in denen über 90% der Landbevölkerung lebten. 300 Millionen Bauern bekamen etwa 47 Millionen Hektar Ackerland zugeteilt. *Der erste Fünfjahresplan (1953-1957) war erstaunlich erfolgreich. Das Nationaleinkommen stieg während dieser Zeit jährlich um mehr als 8,9%. Eine Reihe von grundlegenden Industriezweigen, die es bislang nicht gegeben hatte und die für eine Industrialisierung des Landes unentbehrlich waren, wie Flugzeugbau, Automobilindustrie, Schwer- und Präzisionsmaschinenbau, Elektrizitätsanlagenbau, Metallurgie und Herstellung von Bergbaumaschinen sowie Verhüttung von Edelstahl und Buntmetallen, wurde aufgebaut. Die Zeit zwischen 1957 und 1966 war durch einen sozialistischen Aufbau in großem Maßstab gekennzeichnet. Das feste Anlagevermögen der Industrie wuchs von 1956 bis 1966 preisbereinigt um das Dreifache, das Nationaleinkommen stieg nach vergleichbaren Preisen gerechnet um 58%, die Produktionsmengen von wichtigen Industrieprodukten wuchsen bis über das Zehnfache. Der Grundaufbau und die technische Umgestaltung der Landwirtschaft entwickelten sich im großen Stil. In den zehn Jahren der „Kulturrevolution” zwischen Mai 1966 und Oktober 1976 erlitten das Land und das Volk allerdings die schwersten Verluste und Rückschläge seit der Gründung der Volksrepublik. Im Oktober 1976 wurde die reaktionäre Clique mit Jiang Qing an der Spitze zerschlagen, was das Ende der „Kulturrevolution” kennzeichnete. China konnte damit in eine neue historische Entwicklungsphase eintreten. Deng Xiaoping, vormals Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, wurde wieder in führende Positionen eingesetzt. Nach 1979 wurde unter seiner Führung die Richtlinie „Reform und Öffnung” eingeleitet, und die Schwerpunkte der Arbeit wurden auf die Modernisierung und den Aufbau verlagert. Durch die Reformen der wirtschaftlichen und politischen Struktur wurde ein Weg zur sozialistischen Modernisierung mit chinesischer Prägung eingeschlagen. Seit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik hat sich China tiefgreifend verändert. Die Wirtschaft wuchs stetig, und der Lebensstandard des Volkes stieg zusehends. Dies ist die beste Periode seit Gründung der Volksrepublik. Seit Jiang Zemin ab 1989 als Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas und ab 1993 als Staatspräsident amtierte, führte er das Führungskollektiv der dritten Generation Chinas dahin, an der von Deng Xiaoping initiierten Reform- und Öffnungspolitik festzuhalten und sich um politische Stabilität, wirtschaftliche Entwicklung und eine rege Diplomatie zu bemühen. Dies findet die volle Unterstützung des Volkes. Auf der 1. Plenartagung des XVI. ZK der KPCh im November 2002 wurde Hu Jintao zum Generalsekretär des Zentralkomitees der KP Chinas und auf der 1. Tagung des X. Nationalen Volkskongresses im März 2003 zum Staatspräsidenten gewählt.
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