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Zhangjiajie
Die Stadt Zhangjiajie liegt im Nordwesten der Provinz Hunan, 400 km von der Provinzhauptstadt Changsha entfernt. Sie ist bekannt wegen ihrer besonderen Landschaft, vor allem durch das Landschaftsgebiet Wulingyuan, das im Jahre 1992 von der UNESCO in die ,, Liste des Weltkultur- und Naturerbes " aufgenommen wurde. Wulingyuan besteht aus dem Nationalen Waldpark Zhangjiajie und den zwei Naturschutzgebieten Tianzishan und Suoxiyu. Es nimmt eine Fläche von 264 Quadratkilometern ein und ist ein Ausläufer des Wuling- Gebirges, von dem es seinen Namen bezogen hat. Vor 380 Millionen Jahren war hier noch Meer. Das Gelände hob sich jedoch während des Jura und der Kreidezeit. Durch Erosion entstand nach und nach die heute für das Gebiet charakteristische Landschaft. Kennzeichnend für Wulingyuan sind zahlreiche Seen, Flüsse, Wasserfälle und Tropfsteinhöhlen, vor allem aber die vielen bizarren Felsformationen aus quarzhaltigem Salzstein.
Tianzishan, der ,,Berg des Himmelsohnes", ist einer der zahlreichen Massive in Wulingyuan und hat eine Fläche von 65 Quadratkilometern. Er ist auch die größte touristische Attraktion in Wulingyuan. Fährt man mit der Seilbahn auf seinen 1250 hohen Gipfel, stößt man dort auf Sehenswürdigkeiten mit so klangvollen Namen wie ,,Göttliche Schriften und Schatzkästchen", ,,Säule des Südlichen Himmels", ,,Archat-Gipfel" und ,,General bewacht die Tür". Wenn man von der Bergspitze aus in die Ferne blickt, kann man folgende Landschaften ausmachen: drei Schluchten jeweils im Osten, Süden und Westen und unzählige bizarre Felsen, die beispielsweise wie Bambussprossen oder Wandschirme aussehen. Der Nationalpark Zhangjiajie hat eine Fläche von 130 Quadratkilometern. Hier sieht man nicht nur dichte Wälder, sondern auch groteske Gipfel, die die Form von Kamelen oder Adlern haben. Eine Felduntersuchung, die Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts hier vorgenommen wurde, führte zu der Erkenntnis, dass es sich bei diesem Waldpark um einen regelrechten Genspeicher für Pflanzen und einen Zufluchtsort für alle möglichen Tiere handelt. Hier wachsen viele seltene Baumarten wie der chinesische Taubenbaum (Daviddia involucrata) und die Metasequoia. Und in den dichten Urwäldern leben viele seltene Vögel und Tierarten wie der Goldene Fasan, das Ohrschuppentier (Manis pentadactyla), Rhesusaffen und Riesensalamander. Ein ideale Reiseroute durch diesen Waldpark hat sich der Jinbianxi-Fluss gewählt. An beiden Flussufern sieht man dichte Wälder, bizarre Felsen und schöne Wildblumen. Im klaren Flusswasser kann man deutlich Fische schwimmen sehen. Der Waldpark Zhangjiajie ist eine Sommerfrische und ein Kurort.
Das Naturschutzgebiet Suoxiyu zeichnet sich durch seine vielen Gebirgsseen wie den Baofeng-See und die Karsthöhlen aus. Die bekannteste dieser Höhlen ist die ,,Gelbdrachen- Höhle". Die Landschaft am Baofeng-See ist sehr faszinierend. Rings um den See ragen hohe Berggipfel empor. Sein Wasser ist still und von smaragdener Farbe. Wenn man mit einem Boot auf dem See umherfährt, fühlt man sich wie im Märchenland. Die ,,Gelbdrachen-Höhle" ist 7,5 km lang. In dieser Hähle gibt es zwei unterirdische Flüsse, drei Wasserfälle und 13 ,,Hallen", die größte davon kann zehntausend Besucher aufnehmen. In dieser heute gut beleuchteten Höhle kann man vielfältige Karstformationen bewundern. Zu den anderen Sehenwürdigkeiten in Suoxiyu gehören auch die ,,Zehn Li- (zwei Li = 1 km) Galerie", der Xihai-See und die Baizhang-Schlucht. Wichtige touristische Informationen In Zhangjiajie herrscht ein subtropisches Monsunklima mit vier sich deutlich voneinander unterscheidenden Jahreszeiten. Der Sommer ist kurz, der Winter lang. Aber beide Jahreszeiten sind gemäßigt, es herrscht also weder drückende Hitze noch Eiseskälte. Der Herbst (von September bis November) ist die beste Reisezeit. Die durchschnittlichen Temperaturen in dieser Jahreszeit liegen bei 12 bis 15 Grad Celsius. Wenn man von Dezember bis zum Februar nach Zhangjiajie kommt, kann man hier die schöne Schneelandschaft bewundern. Die durchschnittliche Temperatur zu dieser Jahreszeit liegt bei 3 bis 4 Grad. Die Verkehrslage in Zhangjiajie ist sehr günstig. Von hier aus kann man mit dem Flugzeug alle inländischen Großstädte erreichen. Man kann aber auch zuerst nach Changsha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, fliegen und von dort aus dann mit dem Reisebus nach Zhangjiajie fahren. Heute verfügt Zhangjiajie über viele Hotels mit modernen Einrichtungen. Die Stadt Fenghuang liegt im Westen der zentralchinesischen Provinz Hunan. Fenghuang bedeutet auf Deutsch Phönix. Erst vor rund 60 Jahren wurde die ruhige Ortschaft bekannt - durch die Erzählung „Grenzstadt“ vom bekannten Schriftsteller Shen Congwen. Shen ist in der isolierten Stadt geboren und aufgewachsen. Die Stadt hat eine breite und hohe Stadtmauer mit einer Geschichte von 400 Jahren. Den Namen erhielt die Ortschaft, weil ein Gebirge südwestlich der Stadt wie ein fliegender Phönix aussieht. Die meisten der 300.000 Bürger sind von der Tujia- oder Miao-Nationalität. Die alte Stadtmauer, der Glockenturm, die jahrhundertealte Anlegestelle und die Klöster sind gut erhalten. Die Pfade und Gassen in der Stadt sind überwiegend mit roten Steinplatten gepflastert. Die Häuser aus Holz stehen eng nebeneinander in den Gassen. Sie sind nicht groß. Fast jedes Haus trägt ein schwarzes Ziegeldach. Sehenswert sind die Pfahlhäuser an beiden Ufern des Flusses. Das Pfahlhaus ist die typische Wohnung der Tujia- und Miao-Nationalität. Auf einer Bootsfahrt gewinnt man einen perfekten Blick auf die Flusslandschaft. Etwa 8 Kilometer südlich der Stadt Phönix erstreckt sich eine 190 Kilometer lange Schutzmauer. In China ist sie als die Südchinesische Große Mauer bekannt. Die Schutzmauer hier läuft von Süd nach Nord. Sie ist 190 Kilometer lang. Die Mauer ist aus soliden, großen Steinplatten gebaut. Im Durchschnitt ist die Mauer 3 Meter hoch, an manchen Stellen jedoch noch höher. Die Konstruktion der Mauer unterscheidet sich nicht von der der Großen Mauer in Nordchina. Es gibt Kasernen, Wachtürme und Pässe.
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