| English | Deutsch |
![]() |
Kashgar
Die Id Kah- Moschee Die Id Kah- Moschee wurde im Jahre 1442 erbaut und zählt zu den größten Moscheen in China. Die Uyguren sind fromme Muslime,die dem Sufismus nahestehen, sie beten in der Regel 5 Mal am Tag. Das Haupttor der Moschee wird an beiden Seiten von 2 duzendMeter hohen Säulen gesäumt. Die gelben Säulen aus Stein dienen dazu, jedem Besucher bei seinem Eintritt in die Moschee auf die Frömmigkeit einzustimmen. Die Säulen symbolisieren die im “Koran” verankerten Werte. Die Gebetshalle befindet sich an der westlichen - also Mekka zugewandten - Seite des Hofes der Moschee. Vor Eintritt in die Halle ziehen die Männer ihre Schuhe aus, und vor einer Nische an der Westseite der Halle knien die Gläubigen auf einem riesigen Teppich und murmeln Gebete. Auf den Straßen von Kashgar begegnet man oft Fragmenten der Vergangenheit. Denn Kashgar war einst eine wichtige Stadt an der Seidenstraße und ist die Urheimat der Uyguren. Kashgar scheint jedem seiner Besucher ein dickes Märchenbuch zu sein. In ihm haben die Vorfahren der Stadtbewohner seit Jahrhunderten unzählige Geschichten eingetragen, rührende, traurige und mysteriöse. Das Abakh khoja Mausoleum (das Grab der duftenden Konkubine) Die Geschichte von der “Duftenden Kaiserlichen Konkubine” kennt jeder hier in Kashgar. Ihr Kenotaph befindet sich in Kashgar. Sie hieß Maimre Ayzm und der Legende zufolge duftete sie tatsächlich. Das brachte ihr den Beinamen Iyparhan - also etwa “duftendes Mädchen” ein. Schon als ein kleines Mädchen wurde sie vom Qing-Kaiser Qianlong in die Verbotene Stadt nach Beijing geholt. Der Kaiser war von ihrem Duft betört - und so wurde die duftende Schönheit seine Konkubine. Andere uygurische Mädchen beneideten sie, denn kaum eine andere uygurische Frau dürfte in der Qing-Dynasite in die kaiserliche Familie einheiraten. Ein allerhöchstes Privileg also, das aber einen ebenso hohen Preis hatte: Die Duftende Konkubine konnte sich nämlich nicht an das Klima in Beijing gewöhnen. Kurz nach ihrem Umzug in die kaiserliche Hauptstadt starb sie. Uygurische Frauen kommen an das Kenotaph. Denn sie glauben, dass Iyparhan - ihr duftendes Mädchen - sie segnen kann. Sie stellen sich gerne vor das mit grünen Glasur- ziegeln bedeckte Grab hin und sprechen murmelnd ihr Leid oder ihre Wünsche aus.... Der Sonntagsbasar Für viele Touristen ist der Sonntagsmarkt der interessanteste Ort bei einem Besuch Kashgars. Der Markt befindet sich am nordöstlichen Ende der Stadt. Früherhandelten die Leute nur am Sonntag auf diesem Markt. Und auch wenn inzwischen hier jeden Tag Markttag ist - den Namen “Sonntagsmarkt” hat er behalten. Es gibt hier mehr als 1.000 Stände, an denen man fast alles finden kann, was mit dem uygursichen Alltagsleben verbunden ist: Handwerk, Kleidung, landwirtschaftliche Produkte, sogar Tiere wie Pferde, Kamele und Schafe. Für Touristen sind Tassen, Käppchen und Messer die besten Souvenirs. Der Karakuri see Ein anderer Touristenmagnet in Kashgar ist der Karakuri-See am Fuß des Berges Maztagata. Der in etwa 3.600 Metern Höhe gelegene See ist 10 Quadratkilometer groß. Wer einmal diesen See besucht hat, kann die faszinierende Landschaft nicht vergessen: die mit Schnee bedeckten Gipfel, die sich im Wasser des Gebirgssees spiegeln, und die an den Ufern weidenden Rinder und Schafe auf den riesigen grünen Wiesen. Der Name des Berges “Maztagada” kommt aus der Tadschikischen Sprache und bedeutet “Vater des Gletschers”. Hinter diesem Namen steckt ebenfalls eine uralte Sage: Eine Nixe wurde vom Himmlischen Vater von ihrem Geliebten getrennt. Ihre Tränen wurden zu Gletschern auf dem Berg. Für die Einwohner ist der Berg Maztagada daher ein Symbol der Liebe...
|